Störungen der Bewegungsabläufe, sowohl durch einen Unfall als auch entwicklungsbedingt oder Krankheit können zu Veränderung der Statik des Tieres führen.

Durch eine Instabilität in einem Gelenk werden die Bänder in dem Gebiet gereizt und es kann eine Entzündung entstehen. Der Körper reagiert darauf mit Kompensationsmechanismen, indem er das Gewebe verfestigt. Dies kann dann langfristig zu einer Arthrose führen, was wiederum Überbelastungen in anderen Gelenken nach sich zieht. 

In der physiotherapeutischen Behandlung werden neben der klassischen Massage, Dehnungen, manuellen Therapie, Narbenbehandlungen, Lymphdrainage auch die Elektrotherapie, Thermotherapie und Hydrotherapie angewandt.

Indikationen:

Der Besitzer sollte schon bei kleinen Veränderungen des Tieres aufmerksam werden. z.B.:

  • Der Hund möchte nicht mehr spielen, springen oder Treppen laufen.
  • Das Pferd wälzt sich nicht mehr, springt in den Kreuzgalopp, verwirft sich im Genick oder schüttelt sich nicht mehr.

Ursachen:

  • Einschränkungen der Beweglichkeit
  • Blockaden des Bewegungsapparats 
  • Rückenschmerzen/ Hyperalgesie
  • Wirbelsäulenverletzungen 
  • Arthrosen/ akute Athritis
  • Spat
  • Sehnenentzündung, Sehnenscheidenentzündung
  • Mobilisation nach Krankheiten oder Operationen
  • Ödeme (posttraumatisch)/ Lymphödeme
  • Muskelarthrophie
  • Taktunreinheiten
  • Ataxie (Koordinationsstörungen)
  • Lahmheiten
  • Lähmungen
  • Kissing-spines/ Spondylose
  • Cauda-Equina-Kompressionssyndrom
  • Hüft-und Ellenbogendysplasie
  • Patellaluxation
  • Kreuzbandriss
  • Geriartrische Patienten

Ziele der physiotherapeutischen Behandlung:

  • Schmerzlinderung
  • Wiederherstellung des physiologischen Bewegungsablaufes
  • Stressabbau
  • Detonisierung hypertoner Muskulatur 
  • Verbesserung/ Erhaltung der Beweglichkeit
  • Förderung des Körperbewusstseins nach beispielsweise Lähmungen
  • Verbesserung der Koordination 
  • Verbesserung des Körpergefühls und somit des Allgemeinwohlbefindens
  • Muskelaufbau/ Kraftaufbau